Flirtfaktor Haustier – Hund liegt um Längen vorne

In einer Kategorie hat die Katze gegenüber dem Hund keine Chance auf den Sieg. Und zwar beim Flirtfaktor. Der liegt beim Hund im Regelfall ungleich höher als bei einer Katze, kein Wunder, mit der Samtpfote geht man schließlich eher selten vor die Tür, zumindest nicht gemeinsam.

Natürlich gibt es Ausnahmen, auch mit einer Katze kann man neue Menschen kennen lernen. Zum Beispiel den freundlichen Nachbarn, der schwindelfrei ist und daher die Freigängerkatze vom Baum pflückt, wenn sie nicht mehr runter kommt.

Ganz anders beim Hund. Vor allem wenn es ein Hundewelpen ist, dann laufen einen die Menschen bald scharenweise hinterher (je nach Rasse verflüchtigt sich dieser Effekt aber mit zunehmender Größe des Hundes, nicht viele Menschen finden Rottweiler süß, während ein ausgewachsener Labrador, vor allem wenn er hell ist, immer noch zum flirten einlädt).

Unser Labrador war mehr als nur beliebt

Also unser Labrador noch Welpe war, durfte er, schon wegen unserer Inneneinrichtung aber auch wegen den ganzen anderen Gefahren im Haus, nicht alleine zu Hause bleiben. Auch nicht als er schon sechs Monate alt und stubenrein war. Er musste überall hin mit. Da es aber Sommer war, konnte man ihn nicht alleine im Auto lassen. Also ist einer in den Laden gegangen und der andere hat draußen mit dem Labrador Welpen an der Leine gewartet. Immer wenn dann der andere wieder aus dem Geschäft hinaus kam, wusste er gleich wo Partner und Welpe waren, nämlich inmitten der Menschentraube auf dem Platz vor dem Geschäft (zur Eifersucht durfte man da wirklich nicht neigen). Mit einem Hund lernt man so immer wieder neue Menschen kennen. Klar, ist der Hund größer und damit der Welpenfaktor vorbei, sind es vor allem andere Hundbegeisterte Menschen, mit denen man dann herrlich fachsimpeln kann. Aber wir wollen als Hundemenschen ja auch niemanden kennenlernen, der keine Hunde mag :-)

Natürlich ist das nicht bei jeder Hunderasse ganz so extrem. Aber nicht umsonst zählt der Labrador eben zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Ist es dann noch ein heller Labrador, ist das Entzücken bei einem Welpen eben groß.

Wobei einem das natürlich auch auf den Keks gehen kann. Man sitzt gemütlich Abends beim Essen, der Hund hat sich vorbildlich neben einen in Platz gelegt und man führt die Gabel zum Mund. Und da stürmen auf einmal drei Kinder herbei, die jetzt sofort unbedingt diesen Hund streicheln müssen. Oder Erwachsene kommen vorbei, bleiben stehen und locken den Hund (der ist zwar gut erzogen, aber nicht so gut, dass er sich dann nicht doch bewundern ließe). Bis dann alle Eckdaten geklärt sind (beißt er, wie alt, wie heißt er, ist es ein Labrador etc.) ist das eigene Essen kalt.

Mit einer Katze hat man solche Erlebnisse eher eben nicht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>