Erziehung von Hunden und Katzen

Je größer der Hund oder auch je aktiver der Hund, desto mehr Zeit muss man gerade in den ersten Monaten, teilweise sogar in den ersten beiden Jahren in die Erziehung stecken. Oft schaffen sich Menschen kleine Hunde an, weil sie denken, die erzieht man so nebenbei. Gerade viele kleine Hunderassen, wie zum Beispiel der Jack Russell sind aber vom Wesen her eigentlich Jagdhunde und sehr intelligent und bewegungsaktiv. Hier darf die Erziehung gerne auch etwas konsequenter ausfallen und kann durchaus etwas langwieriger werden als bei einem Labrador, der dafür bekannt ist, seinem Menschen gefallen zu wollen und der als Arbeitshund gezüchtet wurde. Erzogen werden müssen aber beide und wenn es nur um den Punkt Stubenrein geht. Spätestens wenn man aber auch Nachbarn in Hörweite hat, wird man sich auch dem sozialen Verhalten des Hundes widmen müssen, wer hat schon gerne einen dauerbellenden Hund in der Nachbarschaft oder eine Heulboje, nur weil Herrchen und Frauchen mal eine halbe Stunde weg sind?

Bei Katzen scheiden sich da die Geister. Manch einer behauptet, diese Gattung der Vierbeiner könne man eh nicht erziehen. Dabei begreifen Katzen auch schnell, was sie dürfen und was sie nicht tun sollen. Ganz eindeutig sind aber Erziehungsfehler bei Katzen eben nicht so offensichtlich für die Umgebung. Habe ich meinen Hund nicht beigebracht, das er eben beim Spaziergang niemanden freudig anspringen soll, wird es der eine oder andere Spaziergänger mitbekommen. Habe ich es versäumt meiner Katze beizubringen auf der Küchenanrichte herum zu lungern, werde ich nur darunter leiden (und andere Mitbewohner und/oder Besucher).

Ein eindeutiges Fazit lässt sich so also gar nicht ziehen, was besser ist: Manch einer schätzt eben den Freigeist der Katzen und das sie als nicht erziehbar gelten (das sie es ja doch sind, steht auf einem anderen Blatt) und der andere schätzt das eben nicht und will daher gerade einen Hund, der sich eben erziehen und damit auch an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Das klingt jetzt härter, als es gemeint ist. Ein kleines Beispiel soll verdeutlichen was gemeint ist: Natürlich kann man mit einer Katze Zwangskuscheln. Kann aber auch damit enden, dass sie einem sehr unmissverständlich klar macht, das sie bestimmt, wann und wie Kuscheln angesagt wird. Mit einem Hund kann man, im gewissen Rahmen, Kuscheln, wann man das selbst möchte und wann man dafür Zeit hat. Klar ist, sieht ein wasserfreudiger Hund gerade das Meer, ist es höchst unangebracht ihm jetzt mit Kuscheln zu kommen. Im Haus werden die meisten Hunden aber solche Kuschelattacken gewillt über sich ergehen lassen und es meist sogar genießen. Auch beim Spielen darf man als Herrchen eines Hundes noch eher mitbestimmen wann und was gespielt wird, bei einer Katze wird doch sehr oft gespielt, wenn es der Samtpfote auch in den Kram passt.

Wobei klar ist: Sowohl der einzelne Hund als auch die einzelne Katze sind Individuen. Klar gibt es auch Hunde, die nicht kuscheln wollen, gar nicht, auch nicht für ein Stück Steak. Und natürlich gibt es Katzen, die es immer, egal wann und wo gerne haben, gestreichelt zu werden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>