Deutsche Redewendungen Hunde

Vor die Hunde gehen – verkommen, verludern. Kranke oder schwache Tiere werden schnell zur Beute von Jagdhunden.

Er will gerne mit den großen Hunden pinkeln (meist ergänzt: aber kriegt das Bein nicht hoch) – mit Höheren mitmischen wollen, ohne die notwendigen Voraussetzungen zu haben. Rüden heben zum Pinkeln demonstrativ ein Bein.

In die Binsen gehen (auch durch die Binsen gehen) – verloren gehen. Aus der Jägersprache, wenn Wildgeflügel sich ins rettende Schilf flüchtete, wohin der Jagdhund nicht folgen konnte.

Hunde kommen überall hin mit
Wartende Hunde

Da wird der Hund in der Pfanne verrückt! – Ausruf sehr großer Verwunderung, dass also etwas unglaublich ist. Abgeleitet aus Till Eulenspiegels Streichen, wonach er eines Braumeisters Hund „Hopf“ in die Braupfanne geworfen habe.

Auf den Hund kommen – scheitern, verarmen. Dazu gibt es viele Erklärungsversuche, alle könnten stimmen siehe auch: Auf den Hund gekommen

Da liegt oder hier ist der Hund begraben – das ist die Ursache oder das ist das Wichtige an der Sache. „Hunde“ bedeutete im Mittelhochdeutschen Beute oder Schatz. Die Assoziation mit dem Haushund ist fehl am Platz. Also nicht wirklich eine Redewendung rund um den Hund. Auch wenn das Wort Hund vorkommt.

Das ist ein dicker Hund – eine Unverschämtheit, ein böser Regelverstoß, ein starkes Stück.

Mit allen Hunden gehetzt – gleichbedeutend: mit allen Wassern gewaschen, also gewieft oder schlau. Wild, das über entsprechende Erfahrung verfügt, entkommt mit der erworbenen List vielen weiteren Gefahren.

Damit lockt man keinen Hund vom Ofen oder hinter dem Ofen hervor – das taugt nichts, damit lässt sich nichts gewinnen.

Von ihm nimmt kein Hund ein Stück Brot – er wird von allen gemieden und verachtet.
Jemandem Leine lassen – ihm mehr Freiheit geben, ihn weniger kontrollieren. Hunde können an die kurze Leine genommen werden, aber eben auch an die lange Leine, wenn dadurch keine Gefahr entsteht.

Perlen vor die Säue werfen – sinnlos vergeuden. Die Wendung stammt aus der Bibel (Mt 7,6 EU): “Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen.“ Lateinisch: margaritas ante porcos.

Der Schwanz wedelt mit dem Hund – Verdrehung, bzw. Vertauschung von bewährten oder erwarteten Gegebenheiten.

Seit wann wedelt der Schwanz mit dem Knochen?

Quelle

2 Gedanken zu „Deutsche Redewendungen Hunde“

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>